Aktualisiert am 23.11.2022 von

Blitzer A9 bei Eisenberg doch nicht ausgetrickst

Ein Autofahrer kannte den Blitzer auf der A9 bei Eisenberg wohl bestens und bremste ab. Im Anschluß gab er Vollgas und beschleunigte auf über 200 km/h - bei Tempolimit 120. Das wird teuer!

Das ist für den Fahrer eines VW-Passats nicht gut gelaufen. Der Mann war am Sonntag gegen 10 Uhr auf der A9 in Thüringen in Fahrtrichtung Berlin unterwegs und hatte es besonders eilig. Auf Höhe Bad Klosterlausnitz führte die Polizei eine Geschwindigkeitsmessung per Video durch und wurde auf den Mann aufmerksam.

Polizei fuhr zunächst hinter

Die Beamten stellten bei dem Mann eine Geschwindigkeit von 164 km/h fest – bei erlaubten 120. Die Beamten fuhren dem Mann hinter und konnten ihren Augen kaum trauen, was dann passierte.

Blitzer ausgetrickst

Auf Höhe Eisenberg ist die Geschwindigkeit ebenfalls auf 120 km/h begrenzt. Zur Tempoüberwachung ist ein stationärer Blitzer angebracht. Der Blitzer war dem Raser wohl bekannt und er bremste kurz vorher ab. Aber nicht um die vorgeschriebene Geschwindigkeit lange einzuhalten, sondern um danach erst richtig durchzustarten.

Vollgas bei Tempolimit 120

Der VW-Fahrer schaffte es innerhalb der Geschwindigkeitsbeschränkung mit seinem Passat auf stolze 214 km/h zu beschleunigen. Und das wird laut aktuellem Bußgeldkatalog richtig teuer.

3 Monate Fahrverbot

Eine Geschwindigkeitsüberschreitungen über 70 km/h außerorts wird mit einem Bußgeld von 700 €, zwei Punkte in Flensburg und 3 Monaten Fahrverbot bestraft. Doch das Bußgeld kann sich noch verdoppeln, wenn dem Raser ein vorsätzliches Handeln nachgewiesen wird.

Bei Vorsatz doppeltes Bußgeld

Im schlimmsten Falle drohen dem Mann also ein Bußgeld von 1.400 €. Das wird die zuständige Bußgeldstelle entscheiden. In der Praxis bei hohen Geschwindigkeitsübertretungen ein Vorsatz unterstellt. Doch das muss vor Gericht nicht standhalten. Denn ein Vorsatz hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.


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